Jubiläumsweg Bodenseekreis Der Jubiläumsweg Bodenseekreis ist ein insgesamt 111 Kilometer langer Wanderweg, der 1998 zum 25-jährigen Bestehen des Bodenseekreises eingerichtet wurde. Der Weg führt über sechs Etappen vom Kressbronner Bahnhof über Neukirch, Meckenbeuren, Markdorf, Heiligenberg und Owingen nach Überlingen.
2010 übernahm die VLVW-Abteilung des TVK die "Patenschaft" für die beiden ersten Etappen (siehe Artikel, weiter unten) und ist nun auf diesen Teilstücken unter der Leitung des Landratsamts und in Verbindung mit der Gemeinden für die Ausschilderung und Instandhaltung des Jubiläumswegs zuständig.
Erste Etappe: Kressbronn – Neukirch (18 km) - 'Vom Bodensee durch bewegtes Hügelland an den Allgäurand
Die erste Etappe führt vom Kressbronner Bahnhof an den östlichen Rand des Bodenseekreises. Die Hauptstraße querend, verläuft der Weg rechts in den Untermühleweg und gleich wieder links, hinauf zur Nonnenbachschule. Weiter geht es entlang der Zehntscheurstraße, am Nunzenberg (1,5 km), Gattnau und Arensweiler vorbei, durch Poppis, unter der neuen B 31 hindurch, gleich links hinauf, zur Hagelkanone und hinab nach Riedensweiler. Das "Naturschutzgebiet Schachried" rechts liegenlassend und durch Nitzenweiler geht es zum Kressbronner Ortsteil Schleinsee (4,5 km). Hier ist die 1737 erbaute barocke Mariä-Himmelfahrt-Kapelle zu besichtigen. Der Aussichtspunkt oberhalb des Schleinsees gilt für viele Wanderer und Radfahrer im Frühjahr als der schönste Punkt des gesamten Jubiläumswegs: Der Blick über den Schleinsee, unzählige blühende Obstbäume und den Bodensee hinüber zum 2502 Meter hohen Säntis im Appenzellerland. Über viele Wurzeln, durch Busenhaus am Degersee, Oberwolfertsweiler und Hiltensweiler - hier Kirche der katholischen Pfarrgemeinde St. Dionysius - gelangt man beim Langnauer Waldparkplatz - Abzweig zum "Langnauer Waldlehrpfad" (zusätzliche Wanderzeit ungefähr eine Stunde) - in das Tal der Argen, nach Rhein und Bregenzer Ache der drittgrößte Bodenseezufluss (9 km). In Heggelbach überquert der Wanderer die Argen auf einem Hängesteg Richtung Steinenbach (12 km). Nach einem steilen Aufstieg Richtung Wittenberg, durch das "Naturschutzgebiet Kreuzweiher-Langensee" (am gegenüber liegenden Ufer kostenlose Bademöglichkeit: Strand mit Liegewiese) und Unterlangensee erreicht man Neukirch. Markanter Punkt am ersten Etappenziel in der Ortsmitte ist die Kirche „St. Maria Rosenkranzkönigin".
Positiver Höhenunterschied: rund 400 Meter; negativer Höhenunterschied: rund 250 Meter; höchster/tiefster Punkt: 591/407 Meter über NN.
Noch mehr Bilder von der ersten Etappe gibt es hier: 
Zweite Etappe: Neukirch – Meckenbeuren (17 km) - Westwärts durch die Hügelwelt ins Schussenbecken
Zur zweiten Etappe verlässt man Neukirch durch eine waldreiche Hügellandschaft in Richtung Oberrussenried. Vorbei am Holzweiher (1,5 km) und dem "Naturschutzgebiet Jägerweiher" mit Badezone (2,5 km) führt der Jubiläumsweg nach Krumbach (5,5 km). Hier sollte man sich die Zeit nehmen, die oberhalb des Weges gelegene barocke Pfarrkirche „St. Georg" zu besichtigen: Pfarrer Josef Bosch gab 1771 den Auftrag an die Werkstatt des 1737 in Kressbronn geborenen Andreas Brugger die Bilder der Vierzehn Nothelfer und des Kreuzwegs zu gestalten. Über Matzenhaus, Mehrenberg und Hergottsweiler gelangt der Wanderer zur 1954 erbauten Kapelle „Maria Königin des Friedens" oberhalb von Brünnensweiler (12 km). Am Stadtrand von Tettnang mit seinen vielen Hopfenfeldern führt der Jubiläumsweg, der hier parallel mit dem Tettnanger Hopfenpfad verläuft, den Wanderer an Siggenweiler - Abstecher zum Tettnanger Hopfenmuseum möglich - vorbei, durch Dieglishofen und Kaltenberg Richtung Meckenbeuren - vielen als eine der Haltestationen aus dem Volkslied "Auf de Schwäb'sche Eisenbahne" bekannt - im Tal der Schussen.
Das gesamte Gebiet in und um Tettnang wird durch die bis zu acht Meter hoch wachsenden Hopfenpflanzen bestimmt. In Tettnang werden auf ungefähr 1.600 ha Anbaufläche jährlich zwischen 40.000 und 50.000 Zentner Hopfen für die Herstellung von Spitzenbieren in aller Welt geerntet! Das Wahrzeichen des Tettnanger Hopfenanbaus, die ''Hopfenburg'' des Hofguts Kaltenberg, rechts des Jubiläumswegs, an der Schwelle zum Schussental, gelegen, diente bis 1977 über ein Jahrhundert lang als Hopfentrockengebäude.
Positiver Höhenunterschied: rund 250 Meter; negativer Höhenunterschied: rund 390 Meter; höchster/tiefster Punkt: 598/415 Meter über NN.
Noch mehr Bilder von der zweiten Etappe gibt es hier: 
Aus der Presse und den Medien:
Artikel im Kressbronner Jahrbuch 2010
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6. Mai 2010 - Artikel "Sportler werden Weg-Paten" im Südkurier:
Kressbronn – Der Turnverein Kressbronn (TVK) ist ab sofort für die Ausschilderung und Pflege der ersten beiden Etappen des am Kressbronner Bahnhof startenden Jubiläumswegs Bodenseekreis zuständig. Am Montag trafen sich Rainer Barth, Mitarbeiter des Landratsamts, Vorsitzender Robert Marzini und Initiator Andreas Kaifer, Leiter der TVK-Abteilung „Volkslauf und Volkswandern", zu einem Gespräch in Menges TV-Heim.
Rainer Barth hatte 1998 zum 25-jährigen Bestehen des Bodenseekreises den Auftrag des Landratsamts, einen Wegverlauf durch den Kreis festzulegen. Daraus wurde ein in der Zwischenzeit bundesweit anerkannter Wanderweg über sechs Etappen und über einhundert Kilometer.
Die Wahl des Weges durch dreizehn Städte und Gemeinden des Bodenseekreises ist bewusst „weg vom See" und dem Haupttouristenstrom in das reizvolle Hinterland gelegt worden: Auch hier lassen sich viele, zum Teil noch unbekannte, natürliche und kulturelle Schönheiten entdecken.
Die Anfrage des Turnvereins bei Rainer Barth, eine möglichen Patenschaft für die erste Etappe zu übernehmen, kam diesem gerade zur rechten Zeit, war doch bis zum Montag für die beiden ersten Etappen von Kressbronn über Neukirch nach Meckenbeuren kein ehrenamtlicher Mitarbeiter verantwortlich. Andreas Kaifer, der zurzeit mit kleiner Gefolgschaft auf den einzelnen Etappen des Jubiläumswegs wandert, bot – der Unterstützung seines Vorstands gewiss – an, sich in Zukunft um die 35 Kilometer bis zum Meckenbeurer Bahnhof zu sorgen, diese ordentlich auszuschildern und weitere Wanderungen auf dem Jubiläumsweg Bodenseekreis anzubieten.
Eine Wanderung auf dem rund 21 Kilometer langen vierten Teilstück des Jubiläumswegs von Markdorf nach Heiligenberg bietet die Abteilung „Volkslauf und Volkswandern" des Turnvereins Kressbronn (TVK) am Sonntag, 9. Mai, an. Unter dem Motto „Nach dem Regen ist vor dem Regen" ist der Treffpunkt um 8.40 Uhr am Gleis 2 des Kressbronner Bahnhofs. Von dort geht es über Friedrichshafen nach Markdorf. Vom Bahnhof geht es durch die Markdorfer Altstadt und das Obertor, bevor der Anstieg auf den 704 Meter hohen Gehrenberg und der Weg durch die Gemeinden Deggenhausertal-Wendlingen, Eggenweiler, Untersiggingen und Lellwangen folgen. Nach steilem Anstieg, vorbei an einer Alpakazucht, erreichen die Teilnehmer den höchsten Punkt des gesamten Jubiläumswegs, ein Grillplatz lädt dort zur Rast. In Betenbrunn lohnt sich eine Besichtigung der Wallfahrtskirche und dem dazu gehörenden Kreuzweg. Über die Amalienhöhe führt der Weg hinab nach Heiligenberg. Am 1914 errichteten Fürstenbrunnen vor dem Schloss der Familie Fürstenberg endet diese Etappe. Mit Bus und Bahn geht es über Salem zurück nach Kressbronn, die Ankunft ist gegen 17.39 oder 17.55 Uhr geplant.
Die Teilnahme ist kostenlos, Kosten für Bahn/Bus und eventuell Verpflegung übernimmt jeder Wanderer selbst. Eine Anmeldung ist nicht notwendig, festes Schuhwerk jedoch erforderlich. Informationen: Andreas Kaifer, Tel. 0 75 43 / 9 52 91 51. - Bild: Dieter Kling
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